Warkarola (Βαρκαρόλα): Ein korfiotisches Volksfest
Warkarola Βαρκαρόλα

Warkarola (Βαρκαρόλα): Ein korfiotisches Volksfest

Warkarola: Ein Volksfest mit ernstem Hintergrund

Nirgends in Griechenland gibt es sonst eine Warkarola. Nur auf den ionischen Insel gibt es diese Feier. Und auch nur hier gelang es eine große Gefahr abzuwehren. Es war das Jahr 1716. Wieder einmal belagerten die Osmanen Korfu. Die Venezianer waren seit dem 14. Jahrhundert die Herrscher über Korfu und wollten ihren wichtigsten Handelsposten nicht verlieren.

Ein Deutscher führte die Korfioten an

Graf von Schulenburg (Matthias Johann Freiherr von der Schulenburg) leitete die Verteidigung von Korfu. Vom 25. Juli bis 20. August 1716 dauerte die erneute türkische Belagerung.  Durch seine ausgeklügelte Strategie konnten sich die Belagerten widersetzen. Seine defensive Strategie gilt als eine der berühmtesten Leistungen der neuzeitlichen Kriegsgeschichte.

Die roten Fackeln symbolisieren brennende Schiffe

Sowohl die roten Fackeln stehen für die brennenden Schiffe, als auch das Feuerwerk für den Untergang ebendieser steht. Doch aus dem ernsten Hintergrund hat sich heute ein Volksfest mit bunter Mischung entwickelt. Traditionell gibt es neben Korfu Stadt alljährlich eine Warkarola in Paleokastritsa und in AG. Spirirdon.

Örtliche Gruppen zeigen ihre Künste

Die Hauptattraktionen der Warkarola sind örtlich Musik- und Tanzgruppen. In der Regel starten Kinder mit ihren Balletaufführungen. Zu späterer Zeit tanzen und singen traditionelle Gruppen vor dem Puplikum. Im Eingangsbereich gibt es viel Krimskrams angeboten und für das leibliche Wohl wird wie auf einer Panigiri gesorgt. Diese Feiern sind eine auch Jahrhunderte alt.  Es ist Tradition auf den griechischen Inseln, zu Ehren des jeweiligen Schutzheiligen, einmal im Jahr zu beten und zu feiern. Einziger Unterschied zur Panigiri: Es gibt keinen kostenlosen Wein. 

Und woher kommt der Name Warkarola

Wenn würde es nicht wundern, wenn es in Griechenland nur einen Namen für ein Boot geben würde? Doch eine Warka ist kein griechisches Wort. Es stammt vom ialienischen. Dort heisst Boot Barca. Und auch wenn wir es uns kaum vorstellen können: Es gab viele dieser „Rückübersetzungen“, was auch kein Wunder ist. Denn es gab bis in das vorherige Jahrhundert die Tradition, vor allem der Kindern, eine Mischsprache aus griechisch und italienische zu sprechen. Dies war außerdem auch in Süditalien nicht ungewöhnlich. Wir kennen im deutschen allerdings auch die Barca, in der Abwandlung als großes Boot Barkasse (italienisch barcaccia).

Reiner Schwope

Für mich ist es ein besonderes Geschenk: Eine wirklich gute medizinische Ausbildung zu haben und Fähigkeiten zu besitzen, die den medizinischen Rahmen weit übersteigen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Und ich würde mich freuen, dies mit Dir zu teilen. In Einzelsitzungen, im gemeinsamen Üben und in Workshops biete ich Dir mein Kenntnisse an.

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