Buchhaltung

Über mich gibt es viel zu berichten, denn ich bin ja schon einige Jahre als Therapeut unterwegs. Doch bevor ich Therapeut wurde, war ich in einem ganz anderem Beruf. Ich war Industriekaufmann. Gelernt habe ich bei Unilever und bin dann über den Umweg des Zivildienstes bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. gelandet. Und ich mochte meinen Beruf. Damals noch ohne Computer, wenn man mal vom dem Großcomputer absah. Ansonsten war alles noch analog.

Zuerst Fahrdienstleiter „Behindertenfahrdienst“,
später PR und Ausbildung

Ich war Leiter der Ausbildungsabteilung und für Public Relations verantwortlich. In größten Ortsverband Deutschland und eigentlich schon auf dem Weg in die Bundesgeschäftsführung. Doch ich hatte unglaubliches Glück: Ich fand einen Platz an einer Physiotherapieschule. Damals kamen auf jeden Platz mehr als einhundert Bewerber. Doch warum wollte ich diesen neuen Beruf erlernen?

Nach dem Zivildienst war ich an Rheuma erkrankt. Und um wieder auf die Beine zu kommen zwang ich mich trotz größter Schmerzen schwimmen zu gehen, oder besser gesagt, ich fuhr mit dem Fahrrad zum Schwimmen. Die ersten Male waren nicht auszuhalten, aber ich wusste, ich muss meinem Körper helfen. Schon drei Monate vor der Erkrankung hatte ich meine Ernährung umgestellt. So zog ich regelmäßig meine eintausend Meter oder mehr. Und mit jedem Mal ging es ein wenig besser. 

Das erste Mal in meinem Leben bewegte ich mich bewusst, vorher war meine einzige Bewegung tanzen zu gehen. Noch in der Schule hatte ich fast panische Angst vor Bewegung. Unsere Lehrer waren einfach völlig inkompetent. Zum Beispiel durfte man erst auf die Langstrecke, wenn man auf der Kurzstrecke schnell war. Solch ein Blödsinn gab es damals noch. Hätte man einmal auf mein langen Beine geschaut, wäre eigentlich jeder darauf gekommen, ich kann keine Kurzstrecke.

Mit der Bewegung änderte sich irgendetwas in mir. Ich fühlte etwas neues und sehr schönes. Ich fühlte mich. Und das ist bis heute meine Erfahrung. Sich zu spüren in der Bewegung ist einfach das Beste. Und dann den schönen Effekt nach der Bewegung. Ich legte mich immer unter die Rotlichtlampen und genoss den mir seinerzeit nicht bekannten Parasympathikushammer. Der Ruhe-Effekt nach ausdauernder Bewegung. 

Im Team

Nach der profunden Ausbildung in Bad Bevensen war ich in sehr guten Fachkliniken, unter anderem der Herz-Kreislauf Klinik in Bad Bevensen, heute Herz-Gefäß-Zentrum. Ich arbeitete in Fachkreisen und hielt Vorträge auf Ärzte-Kongressen. Mein Schwerpunkt: Die Weiterentwicklung des Mobilisation nach Herzinfarkt. Das war ein Kampf gegen die berühmten Windmühlen, doch im Gegensatz zu Don Quijote, gewann ich den ungleichen Kampf gegen die Ärzte.

Lehrtätigkeit

Doch nach fünf Jahren waren meine Batterien leer. Fünf Jahre Intensivmedizin. Ich wechselte an die Physiotherapieschule, an der ich selber ausgebildet wurde. Eine schöne Zeit. Ein großes Geschenk. Denn nach der Facharbeit an der Klinik musste ich nun viel tiefer in das medizinische Wissen in anderen Bereichen eintauchen. Unter anderem unterrichtete ich funktionelle Anatomie und ich freue mich noch heute so exakt alle Punkte zu wissen. Nun ja, ich lerne auch heute täglich, das zahlt sich auf jeden Fall aus. 

Nach der Jahrtausendwende machte ich mich selbständig. Erst freiberuflich und später in eigener Praxis. Und dann im Jahre 2010 zog es mich nach Griechenland. Eher per Zufall als bewusst. Und eigentlich hatte ich auch nicht vor für immer zu bleiben. Aber wenn man erst Mal an gezuckert ist, dann ist es schwer wieder zurückzugehen. Obwohl viele nach einigen Jahren zurückgehen, so ist es bei mir gerade umgekehrt. Ich wollte eigentlich nicht wirklich und dann hat es mich um so mehr gepackt. 

Griechenland

Für mich ist es heute ein besonderes Geschenk: Eine wirklich gute medizinische Ausbildung zu haben und Fähigkeiten zu besitzen, die den medizinischen Rahmen weit übersteigen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Und ich würde mich freuen, dies mit Dir zu teilen. In Einzelsitzungen, im gemeinsamen Üben und in Workshops biete ich Dir mein Kenntnisse an.

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