Schulter- und Nackenprobleme: Helfen leichte Übungen?
Leichte Übungen helfen Dir hier für Deine Schulter und Deinen Nacken

Schulter- und Nackenprobleme: Helfen leichte Übungen?

Helfen leichte Übungen unserer Schulter und dem Nacken?

Wenn es nach den Orthopäden oder Chirurgen geht, dann helfen nur teure Medikamente oder gleich eine Operation. Doch Studien belegen: Diese Eingriffe sind mehr als fraglich*. Einfach die Ursache angehen oder wenigstens leichte Übungen zu empfehlen, darauf kommen die meisten Mediziner gar nicht. Warum aber ist das so?

Ich hasste Diktate!

Olympia Monica by Danny S. - 001

Als ich zur Schule ging, wurden noch regelmäßig Diktate geschrieben. Ich weiß gar nicht, ob das heute noch so üblich ist. Und ich war nicht so schnell im Schreiben. Also musste ich mich ganz schön beeilen mit meinem blauen Pelikan Füllfederhalter. Und es wurde ja nicht nur die Rechtschreibung zensiert. Nein, auch die Schrift und Form wurden benotet. Es war jedes Mal ein Krampf für mich. Ich hasste Diktate! Und der Krampf war auch körperlich. Meine Hand verkrampfte regelmäßig. Was mir blieb: Kurze Übungen zur Lockerung. Später an meiner Monica Olympia war es auch nicht viel besser, da mein Schreibtisch zu hoch für eine manuelle Schreibmaschine war. Auch hier blieb mir nur eins: Immer mal eine kurze Übung machen. Und dann passierte etwas Eigenartiges…

Im Büro gähnt man nicht

Ich lernte bei Langnese-Iglo. Nicht nur einmal war mir regelrecht schlecht nach dem Verzehr von gefühlten Tonnen an Eis. Aber frisch von der Maschine, hmmm…. Zum Glück lernte ich in Wunstorf, dort wurden nur Tiefkühlprodukte hergestellt. Doch auch hier war es nicht immer ganz einfach. Besonders an Tagen, an denen Milchreis produziert wurde, wanderten Tonnen von Verpackungsschalen über den Hof. Einige meinten, es werde mehr Milchreis für die Belegschaft gekocht als nachher in den Verkaufsregalen landet. Ich hatte großes Glück, denn ich lernte vor der Einführung der Personal Computer. Wir hatten zwar einen Großrechner, aber auf den Tischen standen, wenn überhaupt ein Tischrechner oder eine Schreibmaschine. Doch sollte mehr geschrieben werden, dann ging das ins Schreibbüro. In dieser Zeit war es üblich bestimmte Verhaltensregeln zu beachten. Eine davon war: Im Büro gähnt man nicht. Das Gleiche galt auch für das Räkeln, das Strecken und Recken.

Meine unterdrückte Selbsthilfe

Ich lernte schnell. So schnell, dass ich gar nicht bemerkte, wie ich Stunde um Stunde über einer Arbeit sitzen konnte, ohne mich auch nur ein einziges Mal zu regen. Und wenn, dann führte mich mein Weg immer mal wieder zur Kaffeemaschine. Ich schätze, ich habe mehrere Liter Kaffee am Tag getrunken. Das sind dann die lieben Gewohnheiten, und ich nehme an, heute ist das auch nicht besser. Ich vermute, es ist sogar noch viel schlimmer. Der Druck, die Geschwindigkeit und viele Faktoren sind in den letzten dreißig Jahren dazu gekommen. Ich bin froh, heute nicht mehr in diesem Hamsterrad zu stecken.

Die Wiederentdeckung meiner Reflexe

Jahre Später, nach meiner Umschulung zum Physiotherapeuten, war ich in einer der besten Kliniken europaweit. Die Herz- und Kreislaufklinik Bad Bevensen (heute Herz-Gefäßzentrum) war eine von elf Kliniken in Europa, die für ihre Therapie ausgezeichnet war. Und sie war die einzige, die für die physikalische Therapie ausgezeichnet war. Ich war also umgeben von den wirklich guten Therapeuten. Ständig wurden neue Bewegungsprogramme kreiert und getestet. Ich konnte über vier Jahre Frühgymnastik mit einer relativ leistungsstarken Gruppe machen. Und jeden Morgen konnte ich mich also mit der Gruppe räkeln, recken und strecken. Und ich entdeckte meine alten Reflexe wieder. Einfach mal durchatmen. Oder mal den Nacken sanft auf die Seite legen. Die Beinmuskulatur dehnen. Den Rücken beugen und strecken. All diese einfach und so wohltuenden Bewegungen.

Unsere Bewegungsprogramme wieder starten

Nun, ich sitze nicht jeden Tag rum. Solche Tage gibt es auch und ich genieße sie. Aber meistens bin ich aktiv. Das Leben ist für mich zu kurz um einfach nur dazu sitzen. Ich möchte etwas lernen, mich bewegen und Dinge erleben. So laufe ich regelmäßig meine Runden, mache Gymnastik, wandere oder fahre mit meinem Hund ans Meer. Sitze ich am Computer, so schreibe ich, oder ich studiere. Gern bin ich auch kreativ und male oder zeichne. Doch all dies kann in uns einschlafen. Nutzen wir unser Potenzial nicht, dann verkümmert diese wertvolle Pflanze. Und so ist es auch mit dem, was Kinder (also bevor sie beschult werden) von Natur aus tun: Spielen, Bewegen, kreativ sein,… Doch wenn wir diese Programme nicht mehr fördern, dann verkümmert dies in uns. Doch warum ist dem so?

Unser Denken hindert uns!

Die Förderung des „Ich“ behindert die Entwicklung des Selbst. Und so ist es auch gar nicht verwunderlich, dass wir sehr körperliche Probleme sehr mechanisch betrachten. Wir können uns kaum noch vorstellen, wie einfache Übungen uns helfen. Einfach in dem wir sie immer wieder machen und so dem Körper etwas Gutes tun. Der Schlüssel zu Deinem Körper ist nicht die komplizierte und schwierige Technik. Nein, beginne ganz einfach. Und nimm Dir dafür Zeit. Einfach mal wieder sein. In Deinem Körper. Fühle Dich. Bewege Dich. Wiederhole das immer wieder. Und dazu zeige ich Dir im Video einfache und leichte Übungen. Und bitte: Nicht darüber nachdenken. Spüre wie und wo Dir die Bewegungen guttun. Und folge Deinem Körper.

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Eine leichte Übung hilft immer

Ob Du nun größere Schwierigkeiten hast oder einfach mal was Gutes für Deinen Schulter und Nacken machen möchtest, diese Übungen werden Dir auf jeden Fall helfen und können nicht schaden:

P.S.: Ich schlüpf jetzt in meine Laufschuhe und drehe eine Runde. Und wer mal wieder wie in alten Tagen schreiben möchte, hier meine Empfehlungen:



*http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(17)32457-1/fulltext

Reiner Schwope

Für mich ist es ein besonderes Geschenk: Eine wirklich gute medizinische Ausbildung zu haben und Fähigkeiten zu besitzen, die den medizinischen Rahmen weit übersteigen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Und ich würde mich freuen, dies mit Dir zu teilen. In Einzelsitzungen, im gemeinsamen Üben und in Workshops biete ich Dir mein Kenntnisse an.
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