Korfu

Sehenswürdigkeiten, Ausflüge, Strände und Feste

Korfu, die grüne PERLE im ionischen Meer hat unglaublich viel zu bieten. Die Inselhauptstadt von Korfu, ein Weltkulturerbe der UNESCO, ist mehr als sehenswert. Besonders hier zeigt sich der einzigartige Charme von Korfu. Mit ihrer einmaligen Altstadt, den beiden Festungen, den historischgen Kirchen und vielen berühmten Bauwerken lädt diese schöne Stadt zum Bummeln und Verweilen ein.

Reiner Schwope im Profilbild
Ich liebe Korfu, die grüne Insel im ionischen Meer

Letzte Textaktualisierung: Aktuell entsteht hier mir der Zeit eine Übersicht

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+ Tipps & Hinweise

Geplant: – Römerwanderweg nach Makrades – Angelokastro – Lakonas – Paleokastritsa – Kaiser Thron – Sissi Schloß – Alt Peritheia – Kanal damour – Kap Drastis – Othonische Inseln – Akrotiri – Afionas – Zwillingsbucht

Der Nordosten

Wanderung um den See (Naturschutzgebiet) von Ag. Spiridon

Zeit für Muße am See von Agios Spiridon

Zwischen Acharavi und Kassiopi liegt die Ortschaft Agios Spiridon. Man kann den Ort gut von der Küstenstraße erreichen. Westlich vom Ort ist ein Naturschutzgebiet mit einem See. Von Agios Spiridon aus kommend kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad über die kleine Insel die Strände von Almyros und Acharavi erreichen.

Eine überschaubare Wanderung im flachen Terrain

Für einen Rundgang rund um das Naturschutzgebiet braucht man etwa eineinhalb Stunden. Ein guter Teil der Strecke ist schattig. Als Startpunkt empfehle ich unten im Ort zu parken und dann zuerst im Landesinneren zu gehen.

Leider zeigt die Karte, wenn sie eingebettet ist einen Teil der Strecke an der Straße. Ich empfehle den kleinen Weg parallel zur Straße. Dazu geht man wie gezeigt auf die Hauptstraße und biegt nach dreißig Metern gleich wieder rechts ab. Jetzt bleibt man möglichst am Naturschutzgebiet. Vom Naturschutzgebiet geht man am Sportplatz vorbei und dann gleich wieder rechts. Dann ist man in kurzer Zeit in Almyros. Die erste Straße Richtung Küste führt Dich dann an den schönen Strand von Almyros. Bitte sei aber vorsichtig bei Wellengang. Also, wenn die Griechen zu Ihren Kindern sagen „Iene Prowatakia stin thalassa.“ (es sind Schäfchen auf dem Meer). Alle Kinder wissen, jetzt ist keine Badezeit. Besonders Almyros ist gefährlich wegen der Strömung und auch wegen der Steinplatten, die immer wieder im Sand sind. Das Passieren der Brandung ist dann nicht zu empfehlen. In Almyros gibt es vier Tavernen, dort kann man eine Rast einlegen. Ich kann alle empfehlen. Den Rückweg kann man dann bequem an der Küste machen. Er führt vorbei an dem verlassenen Kloster Ekaterini. Ein sehr schöner Weg. Und es gibt immer wieder Möglichkeiten direkt an das Meer zu kommen.

Eine der besten Eisdielen von Korfu findest Du auch am Weg. Es liegt an der Hauptstraße und Du kannst es hier finden:

Besonders die frischen Waffeln kann ich empfehlen, aber plane dann lieber kein Essen danach ein 😉

Bootstour zwischen Nissaki und Kassiopi

Wanderung im Naturschutzgebiet Erimitis auf Korfu

Das Naturschutzgebiet Erimiti

Wanderung im Naturschutzgebiet Erimtis

Erimitis liegt im Nordosten von Korfu. Etwas unterhalb des malerischen Ortes Kassiopi. Ein paar Hügel, viele schöne Buchten und drei Seen laden zum Verweilen ein. Und nicht zuletzt die Kaps mit ihren bizarren Steinformationen bieten einen wunderbaren Kontrast zu den schönen Buchten. Die Vegetation ist dicht und bieten vielen Tieren eine Heimat.

Sich von der Natur verzaubern lassen

Die Farben, die Formen, die Gerüche und Geräusche lassen ein Bild entstehen, wie in einem Paradies. Vor dem Hintergrund von Himmel und Meer, der albanischen Küste direkt auf der gegenüberliegenden Seite der Strasse von Korfu (Seestraße) bilden die Hügel, die Küste und die Seen ein atemberaubendes Bild.

Die Hüterin der Strasse von Korfu

Die besondere Lage von Erimiti macht sie zur Behüterin der Straße von Korfu. Es ist eine vielbefahrene Schifffahrtsstraße, welche die Adria im Norden mit dem ionischen Meer im Süden verbindet. Schon von alters her hatte sie eine strategische Bedeutung. Aus diesem Grund entstand während der byzantinischen Zeit auch eine Burg in Kassiopi. Sie gehört zu den Verteidigungsanlagen von Korfu.

Die Geschichte von Erimitis

Korfu war über Jahrhunderte die wichtigste Handelstation der Venezianer. So war Korfu reich und begehrt. Aus diesem Grund gab es hier einen Wachturm und Kriegsschiffe lagen in den Buchten. Die Venezianer gaben dem Gebiet auch ihren Namen. Es waren zwei edle Brüder Erremeti und Artavani, die mit ihren Familien nach Korfu kamen. Noch heute ein bekannter Name hier auf der Insel. Später, im Jahr 1823, wurde hier von den Briten das erste Leuchtfeuer ausserhalb von Korfu Stadt erbaut. Es entstand auf der kleinen Insel Karareli.

Die Mythen von Erimiti

Die zerstreut liegenden Brunnen und die drei Seen entwickeln mit den sanften Hügeln einen besonderen Charakter. Und so ist es auch nicht verwunderlich das es dem Mythos von tanzenden Feen und anderen übernatürlichen Wesen gibt, die hier wohnen. Und eine alte Sage spricht von einem Mann. Piraten raubten seine Tochter. Später verlor er auch noch seine Freu und so wurde er zum Einsiedler.

Geplante Bebauung gegen den Willen der lokalen Bürger

Durch Druck auf die griechische Regierung wurde das Naturschutzgebiet an einen amerikanischen Insvestor verkauft. Der Pachtvertrag geht über 99 Jahre. Es sollen dort ein ökologisches Luxusressort gebaut werden. Allerdings versuchen sich die lokalen Behörden dagegen zu wehren.

Der Nordwesten

Akrotiri heist Kap

Die westliche Landzunge ragt auf dieser Seite am weitesten in das Meer hinein. Es ist der westlichste Punkt von Korfu. Die dahinter befindlichen othonischen Inseln bilden den westlichen und nördlichen Abschluss Griechenlands.

Viele Möglichkeiten für Wanderungen

Es bestehen viele Wandermöglichkeiten in dieser Region. Die Bewohner von Arrilas haben sogar extra für ihre Besucher einen Rundwanderweg initiiert. Jedes Jahr im Frühjahr wird die Saison durch eine gemeinsame Wanderung eingeleitet. Eine weitere lohnende Strecke führt direkt am Akrotiri vorbei. Die Wanderung von Arillas nach Ag. Stefanos im Hinterland, weiter zum Hafen von Ag. Stefanos und von dort wieder nach Arillas.

Ausflugmöglichkeiten zu den Nachbarinseln

Von Agios Stefanos aus kann man einen Tagesausflug zu den Nachbarinseln machen. Ich empfehle die Insel Mathraki. Die Überfahrt dauert gut eineinhalb Stunden. Auf der Insel kann man eine schöne Rundwanderung machen und dann noch in der Nähe des Hafens eine Runde schwimmen. Das Hafenrestaurant ist zudem einen lohnenswerten Abstecher wert.

Kaffee mit Aussicht: Das Akrotiri in Arrilas

Das Akrotiri hat unter den vielen wiederkehrenden Besuchern fast schon Kultstatus. Und auch, wer in einer der Anlagen rundherum arbeitet gönnt sich hier gern mal einen Kaffee oder einen leckeren Snack. Es zählt auch bei mir zu den Favoriten.

Feste

Warkarola (Βαρκαρόλα): Ein korfiotisches Volksfest

Warkarola: Ein Volksfest mit ernstem Hintergrund

Nirgends in Griechenland gibt es sonst eine Warkarola. Nur auf den ionischen Insel gibt es diese Feier. Und auch nur hier gelang es eine große Gefahr abzuwehren. Es war das Jahr 1716. Wieder einmal belagerten die Osmanen Korfu. Die Venezianer waren seit dem 14. Jahrhundert die Herrscher über Korfu und wollten ihren wichtigsten Handelsposten nicht verlieren.

Ein Deutscher führte die Korfioten an

Graf von Schulenburg (Matthias Johann Freiherr von der Schulenburg) leitete die Verteidigung von Korfu. Vom 25. Juli bis 20. August 1716 dauerte die erneute türkische Belagerung.  Durch seine ausgeklügelte Strategie konnten sich die Belagerten widersetzen. Seine defensive Strategie gilt als eine der berühmtesten Leistungen der neuzeitlichen Kriegsgeschichte.

Die roten Fackeln symbolisieren brennende Schiffe

Sowohl die roten Fackeln stehen für die brennenden Schiffe, als auch das Feuerwerk für den Untergang ebendieser steht. Doch aus dem ernsten Hintergrund hat sich heute ein Volksfest mit bunter Mischung entwickelt. Traditionell gibt es neben Korfu Stadt alljährlich eine Warkarola in Paleokastritsa und in AG. Spirirdon.

Örtliche Gruppen zeigen ihre Künste

Die Hauptattraktionen der Warkarola sind örtlich Musik- und Tanzgruppen. In der Regel starten Kinder mit ihren Balletaufführungen. Zu späterer Zeit tanzen und singen traditionelle Gruppen vor dem Puplikum. Im Eingangsbereich gibt es viel Krimskrams angeboten und für das leibliche Wohl wird wie auf einer Panigiri gesorgt. Diese Feiern sind Jahrhunderte alt.  Es ist Tradition auf den griechischen Inseln, zu Ehren des jeweiligen Schutzheiligen, einmal im Jahr zu beten und zu feiern. Einziger Unterschied zur Panigiri: Es gibt keinen kostenlosen Wein.

Und woher kommt der Name Warkarola

Wen würde es nicht wundern, wenn es in Griechenland nur einen Namen für ein Boot geben würde? Doch eine Warka ist kein griechisches Wort. Es stammt vom ialienischen. Dort heisst Boot Barca. Und auch wenn wir es uns kaum vorstellen können: Es gab viele dieser „Rückübersetzungen“, was auch kein Wunder ist. Denn es gab bis in das vorherige Jahrhundert die Tradition, vor allem der Kinder, eine Mischsprache aus griechisch und italienisch zu sprechen. Dies war außerdem auch in Süditalien nicht ungewöhnlich. Wir kennen im deutschen allerdings auch die Barca, in der Abwandlung als großes Boot Barkasse (italienisch barcaccia).